Trauerbegleitung

5B3In irgend einer Weise geht Trauer nie zu Ende. Dieses Erlebnis gehört immer wieder zu unserem Leben.

5a1Trauer ist keine Krankheit,
sondern ein in Phasen durchlebtes Verarbeiten. Beinhaltet Schmerz. Enttäuschung. Bejahen.
Trauer beinhaltet auch Stress, es kommt zu allgemeiner physischer und psychischer Ermüdung.
Trauer nimmt die Freude an Begegnungen, wir ziehen uns zurück in die Einsamkeit.
Traurigsein, das ist eine etwas andere Trauer, erlebt man auch als eine spontane natürliche Reaktion beim Abschied einer alten Gewohnheit, oder beim Aufgebenmüssen von etwas Liebgewonnenem, aber auch im Angesicht einer unheilbaren Krankheit.
Trauer hat also nicht nur mit Tod zu tun. Auch physische und psychische Dinge können Trauer hervorrufen. Etwas aufgeben müssen: den Arbeitsplatz, eine Wohnung, ein Land, eine Freundschaft, eine Partnerschaft…
Trauer brauch Zeit. Trauer will gelernt werden.
Trauer braucht auch Raum. Es ist ein Abschiednehmen auf Zeit.
Verdrängte Trauer beieinflusst das Leben, das Weiterleben. Nicht zugelassene Trauer engt ein, führt zu einem « traurigen » Leben. Nichts will, und nichts kann mehr Freude bereiten. Es kann bis hin zu Schwermut und Depressionen führen.

Ein/e Trauerbegleiter/in schafft Raum, Grenzen, Zeit zur Trauer. Hält Menschen und Dinge des Alltags auf eine gesunde Distanz. Schirmt ab und hilft durch gezielte Einsätze beim Erledigen von Alltagsarbeiten. Hilft durch Gespräche, wenn gewünscht auch Gebete und Zusprüche.

Ein/e Trauerbegleiter/in kann auch helfen, bei der Frage nach dem Wieso und Warum! Wo war Gott?

Wie gehe ich mit dem « verworrenen Gottesbild » um? 

Das « Verlorene » wird dadurch nicht lebendig, kommt auch nicht zurück. Aber wir lernen mit diesem Verlust umzugehen. Das Leben geht weiter, hier und jetzt – so hart es auch klingt – und wir müssen das Beste daraus machen. 

Der Psalmist sagt in Ps. 90,12: Bedenke, dass du sterben musst, damit du weise lebst. Er meint damit, dass wir « leben » sollen!

Sprechen Sie uns an. Wir helfen gerne.